Richard von Weizsäcker: Mit der Macht der Moral by Friedbert Pflüger

By Friedbert Pflüger

Das Leben Richard von Weizsäckers, aus persönlicher Nähe beschrieben

Richard von Weizsäcker hat als Regierender Bürgermeister von Berlin und als Bundespräsident deutsche Geschichte geschrieben. In einem von Sympathie getragenen Porträt stellt sein Wegbegleiter und ehemaliger Mitarbeiter Friedbert Pflüger die prägenden Ereignisse und großen Themen im Leben des über alle Parteigrenzen hinweg hoch geachteten Politikers vor.

Bis heute ist Richard von Weizsäcker einer der beliebtesten und angesehensten deutschen Politiker. Als Regierender Bürgermeister des geteilten Berlins und danach als Bundespräsident, in dessen Amtszeit (1984 bis 1994) der Fall der Mauer und das Ende des Kalten Kriegs fielen, stand er lange Zeit im Mittelpunkt des deutsch-deutschen Geschehens. Wie kaum ein anderer Politiker hat Weizsäcker das Bild Deutschlands im Ausland geprägt und die deutsche und europäische Einigung begleitet und gestaltet.

Kenntnisreich porträtiert Friedbert Pflüger den Menschen und Politiker Richard von Weizsäcker, und er zeigt auf, used to be für den großen Staatsmann zu den Leitthemen seines Lebens wurde: die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit, die Zusammengehörigkeit der Menschen in den beiden deutschen Staaten sowie die Kritik am Parteienstaat und die Überwindung der Politik- und Parteiverdrossenheit vieler Bürger.

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Nicht wenige in der Union werden das bereut haben, als Weizsäcker im Mai 1972 gegenüber seiner Fraktion ankündigte, gemeinsam mit den Abgeordneten Winfried Pinger und Erik Blumenfeld für den Warschauer Vertrag, der die Oder-Neiße-Linie als polnische Westgrenze anerkannte, zu stimmen. Es gab regelrechte Tumulte unter den Abgeordneten, offene Feindseligkeit, wütende Ausbrüche. In einer entscheidenden Situation bei knappsten Mehrheiten im Bundestag hatte Weizsäcker Partei für die Position der sozialliberalen Regierung und gegen die der eigenen Opposition bezogen - in den Augen nicht weniger ein klarer Verrat.

Aber hätte es nicht wenigstens einer Volksabstimmung bedurft, um diese gewaltige Weichenstellung der deutschen Einheit zu legitimieren? Das ist bis heute Weizsäckers Überzeugung. In seinem 2001 erschienen Buch Dreimal Stunde Null? bringt er seine Meinung auf den Punkt: »Nicht um etwas zu ändern oder gar abzulehnen, sondern um doch wenigstens einmal selbst und persönlich zu diesem Kern der Einheit gefragt zu werden, das hätte Entscheidendes bedeutet. Aus unbegründeten Bonner Sorgen und spröden Machtinteressen ist es unterblieben.

Honecker selbst war einverstanden gewesen, ja ein Besuch lag im Interesse der DDR, die schon damals die engen Beziehungen zur Bundesrepublik aus ökonomischen Gründen brauchte. Die erste Hälfte des Jahrzehnts war jedoch von einem Rückfall in den Kalten Krieg gekennzeichnet, vornehmlich wegen der Aufrüstung mit Mittelstreckenraketen. Es herrschte weithin »Eiszeit«. Als sich langsam Tauwetter einstellte, der amerikanische Präsident Ronald Reagan und der neue Mann im Kreml, Michail Gorbatschow, sich aufeinander zu bewegten, gab der deutsche Kanzler Ende Oktober 1986 dem amerikanischen Nachrichtenmagazin Newsweek ein unglückliches Interview, in dem er Gorbatschow mit Joseph Goebbels verglich: »Ich halte Gorbatschow nicht für einen Liberalen.

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